Alkohol trinken – Was sagt die Bibel dazu?

Einleitung

  • Sehr unterschiedliche Ansichten unter Christen
  • stark beeinflusst durch den eigenen Hintergrund und die eigene Erfahrungen
  • 3 Punkte

Alkohol in der Antike

  • vermutlich zufällig beim Gärungsprozess überreifer Früchte entdeckt
  • ca. 3000 v.Chr. belegen erste Quellen, dass Ägypter Wein gekeltert und Bier gebraut haben
  • im AT erster Beleg nach der Sintflut (1. Mo 9,21)
  • neben Genuss schon immer auch religiöse und kulturelle Bedeutung
  • stimulierende und betäubende Wirkung bei religiösen Zeremonien
  • unterschiedliche Herstellungsverfahren: aus Trauben, Getreide, Früchte, Milch, Honig …
  • Wasser und Wein spielen die Entscheidende Rolle im Alltag der Römer
  • Genuss von reinem Wasser fällt als Geträk kaum ins Gewicht (vermutlich wegen der Keime)
  • Wein wurde fast immer vor dem Trinken mit Wasser gemischt
  • das Mischverhältnis (1:2, 1:3, 1:4); siehe auch Pred 9,2.5
  • Wein wurde als Medizin verwendet (Lk 10,34)
  1. Alkohol trinken ist keine Sünde
    • es gibt kein ausdrückliches Verbot Alkohol / Wein zu trinken
    • Wein ist im AT ein Ausdruck der Freude (Ps. 104,14-15; Pred. 10,19)
    • Wein ist im AT ein Geschenk (1. Mo 14,18; 1. Sam. 16,20)
    • Wein ist im AT ein Zeichen des Segens Gottes (5.Mo 7,13; 11,14) oder fehlender Wein ein Zeichen des Fluches (5.Mo 28,39; Jes. 5,10)
    • Jesus hat durch ein Wunder Wasser zu Wein gemacht (Joh. 2,1-11)
    • Jesus hat mit hoher Wahrscheinlichkeit Wein getrunken; es war das übliche Getränk zu der damaligen Zeit
  2. Die Bibel warnt vor den Gefahren !
    • Spr. 23,29-35:
      • Sorgen
      • Streit (Worte, Gewalt)
      • des Ganges
      • Fehlwahrnehmungen (Sehen, Fühlen, Gleichgewicht)
      • Sucht
    • Kontrollverlust:
      • der Sprache (Spr. 20,1; Spr. 23,33)
      • der Keuschheit / eheliche Treue (1. Mo 9,21; 19,32; Hos 4,11)
      • des Ganges (Jes. 28,7)
    • Unweise Entscheidungen:
      • führt zu Armut (Spr. 20,1)
    • Streit:
      • Spr. 23,29
    • Unordentliches Leben:
      • Eph 5,18
    • Verführt Andere zur Sünde:
      • Röm 14,21
    • Betrunkenheit ist Sünde:
      • Kor 5,11; 6,10; Gal 5,21; Eph 5,18; Röm 13,13
  3. Suchtgefahr
    • bisher keine allgemein anerkannte Erklärung der Sucht
    • Ursachen sehr vielfältig und vielschichtig
    • Primäre, sekundäre und tertiäre Ursachen

Bedürfnisse des Menschen aus bibl. Sicht

DEGS1 – Studie des RKI 2008-2011 (Robert Koch-Institut)

Was sind die häufigsten psychischen Störungen?

12-Monatsprävalenz

Prävention

Ziel der Prävention:

  • Geistliche Reife des Kindes
  • Bewahrung vor falschem Alkoholkonsum
  • Bewahrung vor einer Suchtentwicklung

Inhalt der Prävention:

Glaube an Gott

  • Kinderevangelisation
  • Unterweisung von Kindern im Glauben (Andachten zu Hause, Kinderstunde, Gottesdienst, …)

Inhalt der Prävention:

  1. Zeit und gezielt Aufmerksamkeit
  2. christliche Erziehung
    • Vertrauen und Achtung
    • Bestätigung und Ermutigung
    • Gehorsam und Disziplin
    • Selbstständigkeit und Eigenverantwortung
    • Selbstdisziplin und Selbstbeherrschung
    • Zufriedenheit und Verzicht
    • Belastungsfähigkeit und Durchhaltevermögen
    • Fähigkeit Probleme zu lösen
    • Kontakt und Beziehungsfähigkeit
    • Gute Umgangsformen
    • Freiräume
    • Arbeiten im Umfeld der Familie
    • Verwöhnung vermeiden
  3. Lebenssinn und Lebensziele

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